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Leserbrief zum Thema Kinder- und Jugendförderung March (Abstimmung 14. Juni 2026)

3. Juni 2026

Ein hervorragende Investition für alle

Mit einer klaren Mehrheit von 68,6 Prozent haben die Märchlerinnen und Märchler am 5. Juni 2016 die Einführung der Jugendarbeit bewilligt. Mitte Juni 2017 nahm die regionale Kinder- und Jugendförderung ihren Betrieb auf – und ist seither zu einer eigentlichen Erfolgsgeschichte geworden. Mit niederschwelligen Angeboten unterstützt sie Kinder und Jugendliche dabei, ihre Stärken zu entdecken und selbstbewusst einen eigenen Weg zu gehen. Unzählige Jugendliche konnten so auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter begleitet werden.

Die Jugendförderung March wurde von Anfang an nicht als Ersatz für die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabe der Gemeinden eingeführt, sondern als ergänzendes Angebot für die gesamte March. Dies im Bewusstsein, dass Jugendförderung nicht an der Gemeindegrenze aufhört, sondern man mit einer guten Zusammenarbeit Massnahmen effizienter und erfolgreicher tun kann. Bemerkenswert ist, dass an der kürzlichen Bezirksversammlung niemand die bisherige Arbeit der Jugendförderung in Frage gestellt hat. Im Gegenteil: alle, die sich zu Wort gemeldet haben, betonten ausdrücklich die Wichtigkeit dieser Stelle und damit ihrer auf die ganze March ausgerichteten Arbeit.

Mit der vom Bezirksrat beantragten Weiterentwicklung kann die bisherige, sehr erfolgreiche Tätigkeit des Jugendbüros March gezielt und in einem klar überblickbaren Rahmen weitergeführt werden. Die Gegner möchten jegliche Weiterentwicklung unterbinden, wohlwissend dass damit auch die bisherige Förderung in Frage gestellt wird. Eine glaubwürdige Jugendförderung muss sich in einer dynamischen Gesellschaft anpassen können, vor allem wenn die Bevölkerungszahl wie in der March derart rasant wächst.

Die finanziellen Konsequenzen sind klar überblickbar. 0.9 Prozent der absoluten Steuerkraft – derzeit rund 775 000 Franken – sollen künftig für die die Kinder- und Jugendförderung in der March eingesetzt. Das ist ein ansehnlicher Betrag, aber einer, der sehr gut eingesetzt ist und der immer noch deutlich tiefer liegt als der Schweizer Durchschnitt. Finanzielle Schleusen werden damit nicht geöffnet: eine spätere Änderung des Beitrags erfordert wieder eine Behandlung an der Bezirksversammlung. Nicht wahr ist die Befürchtung, mit der Weiterentwicklung der Jugendförderung March könnten sich die Gemeinden aus ihrer Aufgabe zurückziehen. Der Grossteil der Kinder- und Jugendförderung bleibt in ihren Händen, wie der Reichenburger Gemeindepräsident Armin Kistler an der Bezirksversammlung klargestellt hat.

Auch wenn mit Jugendförderung nicht einfach alle Herausforderungen des Erwachsenwerdens gelöst werden können, so sind die positiven Effekte einer Jugendförderung wie sie der Bezirk March anbietet unbestritten. Jugendarbeit ist die beste Investition, die wir für die Jugendlichen, für uns und die Gesellschaft tätigen können. Das vorliegende Sachgeschäft ist transparent und gut begründet. Es erlaubt eine sinn- und massvolle Jugendförderung in der March.

Franz-Xaver Risi, Kantonsrat Die Mitte, Lachen

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