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Die Mitte Lachen knapp gegen Steuererhöhung

30. November 2025 – Nach engagierter Diskussion an der kürzlichen Parteiversammlung stellt sich die Mitte Lachen gegen die geplante Steuererhöhung des Gemeinderats. Eine knappe Mehrheit hat zwar Verständnis für die Argumente des Gemeinderats, möchte aber zuerst beim Sparen ansetzen.

Im Mittelpunkt der Versammlung der Mitte Lachen stand die künftige Finanzplanung der Gemeinde. Säckelmeister Roland Mischler erläuterte die Ausgangslage: für den Rechnungsabschluss 2025 wird ein markanter Mehrertrag von voraussichtlich mehr als 3 Mio.  Franken resultieren, nicht zuletzt wegen höherer Steuereinnahmen, ausgewiesenen Minderaufwendungen sowie deutlich tieferen Investitionen. Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die finanzielle Situation der Gemeinde angesichts einer bereits heute vergleichsweiche hohen Schuldenlast angespannt bleibt. Für das kommende Jahr geht der Gemeinderat von einem leichten Plus aus, allerdings nur dank einer Erhöhung des Steuerfusses um 10 Prozent einer Einheit auf neu 105 Prozent. Diese Massnahme bringt rund 2.5 Mio. Franken in die Kassen.

Pro und Kontra

Aus Sicht des Gemeinderats sei die Anhebung des Steuerfusses kein Erheben von Steuern auf Vorrat, sondern notwendig, unterstrich Mischler. In den nächsten Jahren stünden mit dem bereits beschlossenen Sport- und Kulturzentrum am See und dem Projekt «Lachen im Alter» weitere massive Investitionen an, welche die Gemeinde stark belasten und den Handlungsspielraum einschränken. Man könne diese Investitionen, zum Beispiel auch beim Alters- und Pflegeheim, nicht ewig aufschieben. Das neue Budget, das zu gut 70 Prozent aus gebundenen Aufgaben bestehe, sei alles andere als ein Wunschkonzert. In der internen Diskussion habe der Gemeinderat den Sparhebel bereits kräftig angesetzt und Positionen von rund 1.2 Mio. herausgestrichen. Für die Zukunft sei es nun dringend, mit der massvollen Steuererhöhung zusätzliche flüssige Mittel zu erhalten.

In der parteiinternen Diskussion wurde über Pro und Kontra engagiert debattiert. Während die einen die Position des Gemeinderats unterstützten und dafür plädierten, den Schritt vorwärts nicht zu verzögern, zumal die Mehrbelastung für eine durchschnittliche Familie nicht einmal 150 Franken betrage, betonten andere, das Sparpotential sei noch lange nicht ausgereizt. Unter anderem bei teuren Beraterhonoraren gebe man viel zu grosszügig Geld aus. Das Fachwissen der Kommissionen werde dagegen kaum genutzt. Und es zeichne sich bereits heute ab, dass die anstehenden Investitionen nicht derart geballt wie vom Gemeinderat aufgezeigt anfallen werden und damit durchaus Spielraum bestehe. Am Ende entschied die Versammlung mit knapper Mehrheit, die Erhöhung des Steuerfusses abzulehnen.

Im zweiten Teil der Versammlung erhielten die Anwesenden interessante Einblicke in aktuelle politische Themen. Landammann Michael Stähli erläuterte Schwerpunkte der kantonalen Politik, Kantonsrat Franz-Xaver Risi stellte die wichtigen Themen der bevorstehenden Session vor. Berichte von Kommissionsmitgliedern rundeten den angeregten Politabend ab.

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